Gemeinsam neue Wege gehen – Erasmus+ verbindet Ibbenbüren und Bilbao
Eine Woche voller Begegnungen, gemeinsamer Herausforderungen und unvergesslicher Erfahrungen im Baskenland
Unter dem Motto „Together towards tomorrow – Erna goes Europe“ machten sich 13 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 gemeinsam mit ihren begleitenden Lehrkräften Barbara Dierkes und Valentin Schulz auf den Weg nach Bilbao. Vom 5. bis zum 12. Oktober 2026 erlebten sie im Rahmen einer Erasmus+-Gruppenmobilität eine abwechslungsreiche Woche mit ihren baskischen Austauschpartnerinnen und -partnern der Abusu Ikastola. Im Mittelpunkt stand das gemeinsame Lernen, die Begegnung unterschiedlicher Kulturen und die Erfahrung, dass sich Herausforderungen am besten gemeinsam bewältigen lassen. Dabei wurde schnell deutlich: Europa ist mehr als ein geografischer Raum – Europa lebt von Begegnungen, Freundschaften und dem gegenseitigen Verständnis.
Ankommen, kennenlernen und gemeinsam Kultur entdecken
Nach der Anreise am Montag wurden wir sehr herzlich von den baskischen Gastfamilien und den Lehrkräften am Flughafen empfangen. Unsere Austauschschüler hatten einen Tanz vorbereitet, den sie mit Musik am Flughafen für uns aufführten. Eine unglaublich warmherzige Geste, die uns sehr gerührt hat. Die erste Herausforderung bestand darin, sich in einer neuen Umgebung zurechtzufinden, sprachliche Barrieren zu überwinden und sich auf unbekannte Alltagsgewohnheiten einzulassen, denn: alle Schüler*innen kamen in Gastfamilien unter und fuhren direkt vom Flughafen aus mit ihnen nach Hause.
Am nächsten Morgen stand zunächst das Kennenlernen der Partnerschule auf dem Programm. Bei einer kurzen Präsentation lernten wir etwas über die Besonderheiten über das Baskenland und lernten auch die sich gleichzeitig an der Schule befindende Gruppe aus Toulouse in Frankreich kennen. Es sich eine spannende Woche an! Anschließend wurde es sportlich und kulturell: Beim Besuch des öffentlichen Trainings des berühmten Vereins Athletic Bilbao mit Topspielern und dem deutschen Coach Edin Terzic aus dem Sauerland lernten wir viel über die Bedeutung des Clubs und bewunderten die Tricks der Profis. Einige unserer Mitschülerinnen ergatterten sogar ein Autogramm und posierten mit den Stars.
Bilbao vom Wasser aus entdecken – Teamwork auf der Ría
Ein besonderes Highlight erwartete uns am Mittwoch: eine gemeinsame Kajaktour auf der Ría de Bilbao, dem Fluss Nervión. Aus einer völlig neuen Perspektive erkundeten wir gemeinsam mit den Basken ihre Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten. Dabei ging es nicht nur darum, sicher durch das Wasser zu paddeln. Verschiedene sportliche Herausforderungen und kleine Wettbewerbe verlangten Teamgeist, Kommunikation und gegenseitiges Vertrauen. Wer gemeinsam ein Ziel erreichen möchte, muss sich aufeinander abstimmen, Rücksicht nehmen und manchmal auch über die eigenen Grenzen hinauswachsen.
Im Anschluss besuchten wir das weltberühmte Guggenheim-Museum. Hier erfuhren wir, wie sich Bilbao von einer durch Industrie geprägten Stadt zu einem international bekannten Kulturstandort entwickelt hat. Die beeindruckende Architektur und die Bedeutung des Museums für den Wandel der Stadt verdeutlichten, welchen Einfluss Kunst und Kultur auf die Entwicklung einer ganzen Region haben können. Ein Vortrag einer Mitarbeiterin des Museums veranschaulichte das Zusammenspiel der Materialien mit dem Gestern und Heute und ließ uns die Bedeutung des Kulturzentrums für die Stadt noch besser verstehen.
Gemeinsam Herausforderungen überwinden – zwischen rauer Küste und bewegender Geschichte
Der Donnerstag führte uns an die beeindruckende Küste des Baskenlandes. Erstes Ziel war San Juan de Gaztelugatxe, eine ehemalige Einsiedelei auf einer kleinen Felseninsel, die vielen auch als Drehort der Serie „Game of Thrones“ bekannt ist. Schon der Weg dorthin war ein Abenteuer: Über unebenes Gelände und zahlreiche Treppenstufen ging es hinauf zu dem spektakulär gelegenen Bauwerk. Die raue See, die eindrucksvollen Felsformationen und der Blick auf die Küstenlandschaft entschädigten uns für die Anstrengungen. Vor allem aber vermittelte die Wanderung eine wichtige Erkenntnis: Gemeinsam lassen sich selbst schwierige Wege bewältigen. Sich gegenseitig zu motivieren, Rücksicht zu nehmen und einander zu unterstützen, machte den Ausflug zu einer besonderen Teamerfahrung.
Anschließend ging es weiter in das malerische Fischerdorf Mundaka, das insbesondere für seine außergewöhnlichen Surfbedingungen bekannt ist. Bei einem gemeinsamen Picknick, Spielen und dem Blick auf das Meer konnten wir die baskische Küstenlandschaft genießen. Deutlich ernster wurde es beim anschließenden Besuch der Stadt Gernika. Die Stadt wurde 1937 während des Spanischen Bürgerkriegs durch deutsche und italienische Luftstreitkräfte bombardiert und schwer zerstört. Weltweite Bekanntheit erlangte dieses Ereignis durch Pablo Picassos Gemälde „Guernica“.
Für Schüler*innen wie auch Lehrkräfte war dieser Besuch eine eindrucksvolle Gelegenheit, sich mit europäischer Geschichte, Krieg, Erinnerungskultur und der Bedeutung von Frieden auseinanderzusetzen. Zugleich lernten wir Gernika als einen zentralen Erinnerungsort der baskischen Identität kennen. Besonders der berühmte Baum von Gernika steht bis heute symbolisch für die traditionellen Rechte und Freiheiten des baskischen Volkes. Der Tag endete mit einem kulinarischen Höhepunkt: In der Abusu Ikastola erwartete uns eine liebevoll vorbereitete Pintxo-Verkostung. Die baskischen Familien hatten zahlreiche regionale Köstlichkeiten zubereitet und bewiesen einmal mehr ihre außergewöhnliche Gastfreundschaft.
Baskische Tänze, spannende Rätsel und ein UNESCO-Welterbe
Auch der Freitag hielt zahlreiche Höhepunkte bereit. Der letzte gemeinsame Programmtag begann mit einem weiteren Einblick in die baskische Kultur: Wir lernten drei traditionelle Tänze von unseren baskischen Partnerinnen und Partnern. Die Musik war so eingängig, dass einige von uns später sogar spontan in den Straßen Bilbaos weitertanzten. Ein schöner Beweis dafür, wie Musik und Bewegung Menschen verbinden und für gemeinsame Freude sorgen können.
Anschließend ging es in die historische Altstadt Bilbaos, die sogenannten „Las Siete Calles“. In gemischten deutsch-baskischen Gruppen von vier bis sechs Personen begaben wir uns auf eine spannende Schnitzeljagd. Gemeinsam waren Hinweise zu entschlüsseln, Sehenswürdigkeiten zu entdecken und Aufgaben zur Stadtgeschichte zu lösen. Dabei waren nicht nur Orientierungssinn und Wissen gefragt, sondern vor allem Zusammenarbeit, Kommunikation und kreative Problemlösungen. Natürlich blieb auch etwas Zeit, um kleine Souvenirs für die Familien zu Hause zu besorgen.
Nach einer kurzen Stärkung fuhr unsere Gruppe mit der Metro nach Portugalete. Dort erwartete uns mit der berühmten Vizcaya-Brücke ein beeindruckendes Bauwerk, das zum UNESCO- Weltkulturerbe gehört. Die historische Schwebefähre verbindet Portugalete mit Getxo und ist ein außergewöhnliches Zeugnis europäischer Ingenieurskunst. Selbstverständlich ließen wir es uns nicht nehmen, den Fluss mit der Schwebefähre zu überqueren.
Nach einem Picknick in der Sonne folgte schließlich ein entspannter Nachmittag am Strand. Ob Volleyballspielen, Sandburgenbauen, Schwimmen im Meer oder einfach nur gemeinsam dieZeit genießen – wir verbrachten mit unseren Austauschpartnerinnen und -partnern unvergessliche Stunden. Zu Gast bei Freunden – baskische Gastfreundschaft hautnah erleben
Das Wochenende stand ganz im Zeichen des interkulturellen Austauschs in den Gastfamilien. Ob gemeinsame Wanderungen, Besuche im Sportverein, Fußballspiele oder ausgedehnte Mittagessen im großen Familienkreis: Wir wurden mit offenen Armen empfangen und durften den baskischen Alltag aus nächster Nähe kennenlernen. Gerade diese persönlichen Begegnungen machten den Austausch besonders wertvoll. Denn interkulturelles Lernen findet nicht nur bei organisierten Programmpunkten statt, sondern vor allem im täglichen Miteinander: beim gemeinsamen Essen, in Gesprächen, bei Freizeitaktivitäten und beim Entdecken unterschiedlicher Lebensgewohnheiten. Aus zunächst unbekannten Jugendlichen wurden Freunde, aus Gastfamilien ein zweites Zuhause auf Zeit. Nicht umsonst fragte jemand auf dem Rückflug „Kann ich jetzt sagen, dass ich in Spanien gelebt habe?“
Europa erleben – gemeinsam lernen, gemeinsam wachsen
Nach einer ereignisreichen Woche reisten wir am Montag mit zahlreichen neuen Eindrücken, Erfahrungen und Freundschaften nach Hause zurück. Die Erasmus+-Mobilität hat gezeigt, wie wertvoll gemeinsames Lernen über nationale und sprachliche Grenzen hinweg ist. Wir konnten nicht nur Fremdsprachenkenntnisse anwenden und erweitern, sondern auch Selbstständigkeit, Selbstvertrauen und soziale Kompetenzen stärken. Besonders die gemeinsamen sportlichen Herausforderungen, die Auseinandersetzung mit der europäischen Geschichte und das unmittelbare Erleben baskischer Traditionen machten deutlich, wie bereichernd kulturelle Vielfalt sein kann. Das wichtigste Ergebnis dieser Woche lässt sich einfach zusammenfassen: Gemeinsam können wir neue Wege gehen, Herausforderungen überwinden und voneinander lernen.
¡Eskerrik asko! – Wir sehen uns im März!
Ein ganz besonderer Dank gilt unseren baskischen Partnerschülerinnen und -schülern, ihren Familien sowie den Lehrkräften, der Abusu Ikastola, allen voran Koldo Prieto für die herzliche Aufnahme, die hervorragende Organisation und die vielen unvergesslichen gemeinsamen Momente. Wir werden die entstandenen Freundschaften pflegen!
Und das Schönste ist: Der Austausch geht weiter! Bereits im März 2027 freuen wir uns darauf, unsere baskischen Freunde in Ibbenbüren willkommen zu heißen und ihnen unsere Schule, unsere Region und unsere Gastfreundschaft näherzubringen.
¡Muchísimas gracias! Eskerrik asko! ¡Nos vemos en marzo!
Die Gruppenmobilität fand im Rahmen des europäischen Bildungsprogramms Erasmus+ statt und wurde von der Europäischen Union kofinanziert.
Unter dem Motto „Together towards tomorrow – Erna goes Europe“ machten sich 13 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 gemeinsam mit ihren begleitenden Lehrkräften Barbara Dierkes und Valentin Schulz auf den Weg nach Bilbao. Vom 5. bis zum 12. Oktober 2026 erlebten sie im Rahmen einer Erasmus+-Gruppenmobilität eine abwechslungsreiche Woche mit ihren baskischen Austauschpartnerinnen und -partnern der Abusu Ikastola. Im Mittelpunkt stand das gemeinsame Lernen, die Begegnung unterschiedlicher Kulturen und die Erfahrung, dass sich Herausforderungen am besten gemeinsam bewältigen lassen. Dabei wurde schnell deutlich: Europa ist mehr als ein geografischer Raum – Europa lebt von Begegnungen, Freundschaften und dem gegenseitigen Verständnis.
Ankommen, kennenlernen und gemeinsam Kultur entdecken
Nach der Anreise am Montag wurden wir sehr herzlich von den baskischen Gastfamilien und den Lehrkräften am Flughafen empfangen. Unsere Austauschschüler hatten einen Tanz vorbereitet, den sie mit Musik am Flughafen für uns aufführten. Eine unglaublich warmherzige Geste, die uns sehr gerührt hat. Die erste Herausforderung bestand darin, sich in einer neuen Umgebung zurechtzufinden, sprachliche Barrieren zu überwinden und sich auf unbekannte Alltagsgewohnheiten einzulassen, denn: alle Schüler*innen kamen in Gastfamilien unter und fuhren direkt vom Flughafen aus mit ihnen nach Hause.
Am nächsten Morgen stand zunächst das Kennenlernen der Partnerschule auf dem Programm. Bei einer kurzen Präsentation lernten wir etwas über die Besonderheiten über das Baskenland und lernten auch die sich gleichzeitig an der Schule befindende Gruppe aus Toulouse in Frankreich kennen. Es sich eine spannende Woche an! Anschließend wurde es sportlich und kulturell: Beim Besuch des öffentlichen Trainings des berühmten Vereins Athletic Bilbao mit Topspielern und dem deutschen Coach Edin Terzic aus dem Sauerland lernten wir viel über die Bedeutung des Clubs und bewunderten die Tricks der Profis. Einige unserer Mitschülerinnen ergatterten sogar ein Autogramm und posierten mit den Stars.
Bilbao vom Wasser aus entdecken – Teamwork auf der Ría
Ein besonderes Highlight erwartete uns am Mittwoch: eine gemeinsame Kajaktour auf der Ría de Bilbao, dem Fluss Nervión. Aus einer völlig neuen Perspektive erkundeten wir gemeinsam mit den Basken ihre Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten. Dabei ging es nicht nur darum, sicher durch das Wasser zu paddeln. Verschiedene sportliche Herausforderungen und kleine Wettbewerbe verlangten Teamgeist, Kommunikation und gegenseitiges Vertrauen. Wer gemeinsam ein Ziel erreichen möchte, muss sich aufeinander abstimmen, Rücksicht nehmen und manchmal auch über die eigenen Grenzen hinauswachsen.
Im Anschluss besuchten wir das weltberühmte Guggenheim-Museum. Hier erfuhren wir, wie sich Bilbao von einer durch Industrie geprägten Stadt zu einem international bekannten Kulturstandort entwickelt hat. Die beeindruckende Architektur und die Bedeutung des Museums für den Wandel der Stadt verdeutlichten, welchen Einfluss Kunst und Kultur auf die Entwicklung einer ganzen Region haben können. Ein Vortrag einer Mitarbeiterin des Museums veranschaulichte das Zusammenspiel der Materialien mit dem Gestern und Heute und ließ uns die Bedeutung des Kulturzentrums für die Stadt noch besser verstehen.
Gemeinsam Herausforderungen überwinden – zwischen rauer Küste und bewegender Geschichte
Der Donnerstag führte uns an die beeindruckende Küste des Baskenlandes. Erstes Ziel war San Juan de Gaztelugatxe, eine ehemalige Einsiedelei auf einer kleinen Felseninsel, die vielen auch als Drehort der Serie „Game of Thrones“ bekannt ist. Schon der Weg dorthin war ein Abenteuer: Über unebenes Gelände und zahlreiche Treppenstufen ging es hinauf zu dem spektakulär gelegenen Bauwerk. Die raue See, die eindrucksvollen Felsformationen und der Blick auf die Küstenlandschaft entschädigten uns für die Anstrengungen. Vor allem aber vermittelte die Wanderung eine wichtige Erkenntnis: Gemeinsam lassen sich selbst schwierige Wege bewältigen. Sich gegenseitig zu motivieren, Rücksicht zu nehmen und einander zu unterstützen, machte den Ausflug zu einer besonderen Teamerfahrung.
Anschließend ging es weiter in das malerische Fischerdorf Mundaka, das insbesondere für seine außergewöhnlichen Surfbedingungen bekannt ist. Bei einem gemeinsamen Picknick, Spielen und dem Blick auf das Meer konnten wir die baskische Küstenlandschaft genießen. Deutlich ernster wurde es beim anschließenden Besuch der Stadt Gernika. Die Stadt wurde 1937 während des Spanischen Bürgerkriegs durch deutsche und italienische Luftstreitkräfte bombardiert und schwer zerstört. Weltweite Bekanntheit erlangte dieses Ereignis durch Pablo Picassos Gemälde „Guernica“.
Für Schüler*innen wie auch Lehrkräfte war dieser Besuch eine eindrucksvolle Gelegenheit, sich mit europäischer Geschichte, Krieg, Erinnerungskultur und der Bedeutung von Frieden auseinanderzusetzen. Zugleich lernten wir Gernika als einen zentralen Erinnerungsort der baskischen Identität kennen. Besonders der berühmte Baum von Gernika steht bis heute symbolisch für die traditionellen Rechte und Freiheiten des baskischen Volkes. Der Tag endete mit einem kulinarischen Höhepunkt: In der Abusu Ikastola erwartete uns eine liebevoll vorbereitete Pintxo-Verkostung. Die baskischen Familien hatten zahlreiche regionale Köstlichkeiten zubereitet und bewiesen einmal mehr ihre außergewöhnliche Gastfreundschaft.
Baskische Tänze, spannende Rätsel und ein UNESCO-Welterbe
Auch der Freitag hielt zahlreiche Höhepunkte bereit. Der letzte gemeinsame Programmtag begann mit einem weiteren Einblick in die baskische Kultur: Wir lernten drei traditionelle Tänze von unseren baskischen Partnerinnen und Partnern. Die Musik war so eingängig, dass einige von uns später sogar spontan in den Straßen Bilbaos weitertanzten. Ein schöner Beweis dafür, wie Musik und Bewegung Menschen verbinden und für gemeinsame Freude sorgen können.
Anschließend ging es in die historische Altstadt Bilbaos, die sogenannten „Las Siete Calles“. In gemischten deutsch-baskischen Gruppen von vier bis sechs Personen begaben wir uns auf eine spannende Schnitzeljagd. Gemeinsam waren Hinweise zu entschlüsseln, Sehenswürdigkeiten zu entdecken und Aufgaben zur Stadtgeschichte zu lösen. Dabei waren nicht nur Orientierungssinn und Wissen gefragt, sondern vor allem Zusammenarbeit, Kommunikation und kreative Problemlösungen. Natürlich blieb auch etwas Zeit, um kleine Souvenirs für die Familien zu Hause zu besorgen.
Nach einer kurzen Stärkung fuhr unsere Gruppe mit der Metro nach Portugalete. Dort erwartete uns mit der berühmten Vizcaya-Brücke ein beeindruckendes Bauwerk, das zum UNESCO- Weltkulturerbe gehört. Die historische Schwebefähre verbindet Portugalete mit Getxo und ist ein außergewöhnliches Zeugnis europäischer Ingenieurskunst. Selbstverständlich ließen wir es uns nicht nehmen, den Fluss mit der Schwebefähre zu überqueren.
Nach einem Picknick in der Sonne folgte schließlich ein entspannter Nachmittag am Strand. Ob Volleyballspielen, Sandburgenbauen, Schwimmen im Meer oder einfach nur gemeinsam dieZeit genießen – wir verbrachten mit unseren Austauschpartnerinnen und -partnern unvergessliche Stunden. Zu Gast bei Freunden – baskische Gastfreundschaft hautnah erleben
Das Wochenende stand ganz im Zeichen des interkulturellen Austauschs in den Gastfamilien. Ob gemeinsame Wanderungen, Besuche im Sportverein, Fußballspiele oder ausgedehnte Mittagessen im großen Familienkreis: Wir wurden mit offenen Armen empfangen und durften den baskischen Alltag aus nächster Nähe kennenlernen. Gerade diese persönlichen Begegnungen machten den Austausch besonders wertvoll. Denn interkulturelles Lernen findet nicht nur bei organisierten Programmpunkten statt, sondern vor allem im täglichen Miteinander: beim gemeinsamen Essen, in Gesprächen, bei Freizeitaktivitäten und beim Entdecken unterschiedlicher Lebensgewohnheiten. Aus zunächst unbekannten Jugendlichen wurden Freunde, aus Gastfamilien ein zweites Zuhause auf Zeit. Nicht umsonst fragte jemand auf dem Rückflug „Kann ich jetzt sagen, dass ich in Spanien gelebt habe?“
Europa erleben – gemeinsam lernen, gemeinsam wachsen
Nach einer ereignisreichen Woche reisten wir am Montag mit zahlreichen neuen Eindrücken, Erfahrungen und Freundschaften nach Hause zurück. Die Erasmus+-Mobilität hat gezeigt, wie wertvoll gemeinsames Lernen über nationale und sprachliche Grenzen hinweg ist. Wir konnten nicht nur Fremdsprachenkenntnisse anwenden und erweitern, sondern auch Selbstständigkeit, Selbstvertrauen und soziale Kompetenzen stärken. Besonders die gemeinsamen sportlichen Herausforderungen, die Auseinandersetzung mit der europäischen Geschichte und das unmittelbare Erleben baskischer Traditionen machten deutlich, wie bereichernd kulturelle Vielfalt sein kann. Das wichtigste Ergebnis dieser Woche lässt sich einfach zusammenfassen: Gemeinsam können wir neue Wege gehen, Herausforderungen überwinden und voneinander lernen.
¡Eskerrik asko! – Wir sehen uns im März!
Ein ganz besonderer Dank gilt unseren baskischen Partnerschülerinnen und -schülern, ihren Familien sowie den Lehrkräften, der Abusu Ikastola, allen voran Koldo Prieto für die herzliche Aufnahme, die hervorragende Organisation und die vielen unvergesslichen gemeinsamen Momente. Wir werden die entstandenen Freundschaften pflegen!
Und das Schönste ist: Der Austausch geht weiter! Bereits im März 2027 freuen wir uns darauf, unsere baskischen Freunde in Ibbenbüren willkommen zu heißen und ihnen unsere Schule, unsere Region und unsere Gastfreundschaft näherzubringen.
¡Muchísimas gracias! Eskerrik asko! ¡Nos vemos en marzo!
Die Gruppenmobilität fand im Rahmen des europäischen Bildungsprogramms Erasmus+ statt und wurde von der Europäischen Union kofinanziert.